Selbstbewusstsein stärken

Selbstbewusstsein – Begriffserklärung und 7 Schritte zur Stärkung

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Auf einen Blick:

1. Seite: Selbstbewusstsein und Selbstkonzept

2. Seite: Selbstwert

3. Seite: Praktische Hinweise zur Steigerung des "Selbstbewusstseins"

 

Seite 2 - Selbstwert

Das Selbstkonzept ist ein zentrales Element in der psychologischen Forschung, insbesondere in der Sozial- und Persönlichkeitspsychologie. Studien haben ergeben, dass die Bewertung und Einordnung eigener Leistungen und Erlebnisse durch das Selbstkonzept bestimmt wird. Menschen haben das Bedürfnis, sich selbst als die immer selbe Person wahrzunehmen. Handlungen und Erlebnisse, die den persönlichen Grundannahmen entsprechen, werden daher besser erinnert als solche, die mit diesen Annahmen nicht übereinstimmen. Hält sich eine junge Ärztin also für besonders hilfsbereit, so erinnert sie sich mit höherer Wahrscheinlichkeit an Situationen, in denen Sie Bedürftigen über die Straße geholfen hat als an solche, in denen sie es aus Eile vergessen hat. Die explizite Erinnerung an ihr hilfsbereites Verhalten stärkt ihr Selbstkonzept von sich als freundliche und unterstützende Person.

Das Selbstkonzept orientiert sich an zwei zentralen Vergleichssgrößen: Dem Ideal-Selbst, das die persönlichen Optimalvorstellungen der eigenen Person beinhaltet, und dem Vergleich mit wichtigen Anderen in der Umgebung. Stimmen Ideal-Selbst und Selbstkonzept in vielen Punkten überein, wird das Selbstvertrauen gestärkt. Es ist also sinnvoll, sich über die eigenen Ideale bewusst zu werden und dann bewusst an der eigenen Persönlichkeit zu arbeiten.

Selbstwert – eine besondere Form der Einstellung

Der Selbstwert ist die subjektive Bewertung der eigenen Persönlichkeit oder auch der der Zufriedenheit mit sich selbst. Je mehr Menschen sich selbst als „gut“ empfinden, ihr Selbstkonzept also positive bewerten, desto höher ist auch der Selbstwert. Psychologen sprechen in diesem Fall auch von einem positiven Selbstwertgefühl. Konzeptionell werden ein übergeordneter, globaler Selbstwert und ein bereichsspezifischer Selbstwert unterschieden.

Untersuchungen zum globalen Selbstwertgefühl ergaben, dass ein hoher Wert positiv assoziiert ist mit

  • psychischer Gesundheit und Wohlbefinden

  • Leistung und Zielerreichung

  • physische Gesundheit

Der bereichsspezifische Selbstwert lässt sich für unterschiedliche Aspekte der Persönlichkeit bestimmen, wie beispielsweise kognitive, sportliche und soziale Teilbereiche. Die unterschiedlichen Bereiche werden innerhalb der Person gegeneinander verglichen, wobei die Unterschiede zwischen den Teilbereichen verstärkt werden. Das bedeutet, dass jemand, der beispielsweise sehr gut in Sport ist, seine sprachlichen Leistungen eher gering bewerten, obwohl sie nach äußeren Kriterien genauso gut sind, wie die eines anderen Menschen, der sich als sprachlich begabt empfindet. Der Zusammenhang zwischen globalem und bereichsspezifischem Selbstwert ist komplex. Offensichtlich ist der globale Selbstwert nicht einfach der Mittelwert der erfassten bereichsspezifischen Selbstwertgefühle. Ein positiver globaler Selbstwert beschreibt wohl am ehesten das, was Menschen meinen, wenn sie von „Selbstbewusstsein“ oder „Selbstvertrauen“ sprechen.

Dynamik von Selbstkonzept und Selbstwert

Selbstkonzept und Selbstwert sind keine unveränderlichen Größen sondern ändern sich über die Lebensspanne hinweg. Erfahrungen, die das eigene Selbstkonzept stützen, verstärken die Auffassung über die eigene Person und beeinflussen so auch das Selbstwertgefühl.

  • Menschen tendieren dazu, sich so zu sehen, wie sie glauben zu sein

  • Gleichzeitig glauben Menschen, andere sähen sie so, wie sie selbst sich sehen und handeln nach diesen Annahmen.

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