Berufsalltag managen

Führungskraft – das Portrait eines erfolgreichen Chefs

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Auf einen Blick:

1. Seite: Was ist Führung?

2. Seite: Praktische Führungstipps

 

Seite 2 - Führungsstrategien

In vielen Unternehmen werden hohe Erwartungen an die Mitarbeiter gestellt. Die verstärkte Kundenorientierung fordert von Angestellten immer mehr fachliche Kompetenzen und Selbständigkeit. Daher kommt es häufig vor, dass Mitarbeiter dem Chef in ihrem Gebiet fachlich überlegen sind. Die Führungskraft muss es also schaffen, den Angestellten genügend Entscheidungsspielräume zu gestatten ohne dabei an Autorität zu verlieren.

Folgende Strategien sind dabei hilfreich:

1. Management by Exception: Der Vorgesetzte sollte sich solange nicht in den Arbeitsprozess einmischen bis Ausnahmen vorliegen wie in etwa Änderungen in der Organisation und Struktur der Produktion.

2. Kontingente Belohnungen: Damit eine verlässliche Planung möglich ist, stellt es sich als sinnvoll heraus, Mitarbeitern feste Gegenleistungen für bestimmte, genau definierte Leistungen zu garantieren, wie etwa Lob, Aufstiegschancen oder mehr Gehalt bei Erreichen einer bestimmten Verkaufszahl in einem festgelegten Zeitraum.

Beide Maßnahmen führen zu erhöhter Anstrengung der Mitarbeiter. Sie werden über sich hinauswachsen, wenn ihnen großes Vertrauen entgegengebracht wird.

3. Inspirierende Motivierung: Symbolische Gesten der Wertschätzung durch den Chef, wie etwa das Feiern eines Mitarbeiterjubiläums oder eine Gratulation zum Geburtstag, stärken nicht nur das Selbstvertrauen des Mitarbeiters, sondern auch seine Verbundenheit zum Unternehmen. Emotionale Appelle steigern das Bewusstsein der Angestellten für die angestrebten Ziele der Organisation.

4. Intellektuelle Stimulierung: Mitarbeiter sollten dazu angeregt werden, die eigenen Werte, Überzeugungen und Erwartungen hinsichtlich ihres Jobs zu hinterfragen. Genauso sollte natürlich auch der Chef handeln. Reflektiert ein Vorgesetzter regelmäßig sein Führungsverhalten, zum Beispiel hinsichtlich moralischer Aspekte, lernt er daraus und der Führungserfolg nimmt zu.

5. Individualisierte Behandlung: Ein guter Chef interessiert sich für die Bedürfnisse seiner Mitarbeiter und versucht diesen auch nachzukommen, indem zum Beispiel Konflikte oder Befürchtungen aus dem Weg geräumt werden. Berufliche Herausforderungen sollten vom Chef bewältigbar und der einzelnen Person mit ihren spezifischen Kompetenzen entsprechend gestaltet werden. Hierbei spielt auch individuelles Feedback und positive Rückmeldung eine Rolle, damit der Angestellte sich weiterentwickeln kann.

Da die Einflussnahme der Mitarbeiter aufgrund überlegener fachlicher Kompetenzen stark angewachsen ist, wird mitarbeiterorientiertes Führungsverhalten immer bedeutender. Ein Wertewandel hat stattgefunden. Statt blindem Gehorsam, starrer Unterordnung und autoritären Machtgefügen werden nun Unabhängigkeit, Gleichberechtigung und Überzeugungsfähigkeit in der Unternehmenskultur großgeschrieben. Schenken Sie als Vorgesetzter Ihren Mitarbeitern also Respekt, Zuwendung und Vertrauen. Vermitteln Sie dabei klare Zielvorstellungen, stehen Sie hinter ihren Werten und Visionen und handeln Sie danach. Impulsdialog Business unterstützt Sie gerne dabei, Ihre Führungskompetenzen auszubauen.

 

Isabel Baderschneider

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