Auf einen Blick:
1. Seite: Was ist ein Problem?
2. Seite: Der Problemlöseprozess I
3. Seite: Der Problemlöseprozess II
4. Seite: Der Problemlöseprozess III
Seite 3 - Der Problemlöseprozess II
Phase 3: Lösungssuche
Nun müssen wir versuchen, das Ziel zu erreichen. Meistens gibt es viele verschiedene Möglichkeiten um ein Ziel zu erreichen. Doch häufig sind wir uns gar nicht über alle Lösungsmöglichkeiten bewusst. Dies liegt daran, dass wir schon im Vorhinein, also bevor wir richtig über eine Lösungsmöglichkeit nachgedacht haben, bewerten und verschiedene Lösungswege ausschließen. Dies kann zu einem sehr engen Blickfeld führen, bei dem man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Häufig können Freunde und Bekannte mit einer anderen Perspektive auf das Problem helfen das Blickfeld zu erweitern. Um ein Problem effektiv zu bewältigen sollen zunächst möglichst viele verschiedene Lösungsmöglichkeiten bewertungsfrei generiert werden. Denn dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich unter all diesen Lösungsmöglichkeiten eine effektive befindet. Erst im nächsten Schritt sollte bewertet werden. Kurz gesagt ist in diesem Schritt die Quantität wichtiger als die Qualität. Die Ideen können sich auf alle Bereiche beziehen, die in Zusammenhang mit Problemen stehen könnten, wie die Veränderung situativer Aspekte ( z.B. Arbeits- oder Wohnungswechsel, Umorganisation des Tagesablaufs, Aufgabe zusätzliche Tätigkeit etc.), ein verändertes Verhalten anderen gegenüber ( z.B. deutlicher eigene Gefühle ausdrücken, eigene Interessen vertreten etc.) oder auch Umwertung der belastenden Situation und damit verbundenen Einstellungsänderung ( z.B. eigene Leistungsansprüche überprüfen).
Beispiel Lösungen:
1. Einen Kampfsport beginnen und den Vorgesetzen verprügeln
2. Abnehmen
3. Schlagfertigkeitstraining
4. Direktes Ansprechen
5. Zum Chef gehen
6. ……
Phase 4 Lösungsauswahl
In dieser Phase geht es darum die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten in eine Rangreihe zu bringen und sie hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile und ihrer Realisierbarkeit zu bewerten. Dies kann auch gut schriftlich erfolgen und oder Mithilfe eines Bekannten oder Freundes.
Beispiel Lösungsauswahl:
Lösung 1: Einen Kampfsport beginnen und den Vorgesetzen verprügeln
Realisierbarkeit: Schlecht, da der Vorgesetzter ziemlich kräftig ist.
Vorteil: Wut ablassen, Vorgesetzter bekommt eventuell Angst.
Nachteil: Es ist eine straffrechtliche Handlung.
Lösung 2: Direktes Ansprechen
Realisierbarkeit: Gut.
Vorteil: Es zeugt von Selbstbewusstsein.
Nachteil: Es erfordert viel Mut.
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