Auf einen Blick:
1. Seite: Was ist ein Problem?
2. Seite: Der Problemlöseprozess I
3. Seite: Der Problemlöseprozess II
4. Seite: Der Problemlöseprozess III
Seite 2 - Der Problemlöseprozess I
Phase 1: Problemdefinition
In diesem Schritt geht es darum, das Problem klar zu definieren. Probleme die unklar sind, bei denen wir gar nicht genau wissen was das eigentliche Problem ist, lassen sich nur schwer lösen. Ein Beispiel für ein uneindeutiges Problem könnte ein schlechtes Gefühl gegenüber dem Vorgesetzten sein, das nicht näher definiert ist. Es empfiehlt sich die Problemsituation möglichst genau zu beschreiben. Dies kann anhand der vier „W-Fragen“ Wo? Wann? Wer? Was? geschehen. Zusätzlich spielen auch noch eigene Bewertungen und Gedanken hinsichtlich der problematischen Situation eine Rolle. Es empfiehlt sich die Problemsituation schriftlich zu definieren.
Beispiel Problemdefinition:
Jedes Mal wenn ich außer Puste die Treppen zum Büro hochkomme, macht sich mein Chef über meine Fitness lustig. Ich bin nicht fähig zu kontern und setze mich wortlos an meinen Arbeitsplatz. Dies löst in mir Wut aber auch Hilflosigkeit und Selbstzweifel aus.
Phase 2: Zieldefinition
Ausgehend von der problematischen Situation streben wir eine Verbesserung an. Doch wie soll die Verbesserung, der Zielzustand genau aussehen? Viel zu häufig sind wir uns gar nicht sicher, was wir genau erreichen wollen. Doch erst wenn wir das Ziel genau vor Augen haben, können wir mit all unserer Energie versuchen es zu erreichen. Wichtig ist dabei, dass der Zielzustand positiv, realistisch und konkret formuliert ist (z.B.: „In einer Woche am Montag möchte ich mich mit meinem Vorgesetzten wieder gut verstehen“).
Beispiel Zieldefinition:
Ich möchte, dass mein Vorgesetzter mich ab nächster Woche Montag respektiert und schätzt.
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