Hin und wieder stoßen wir im Alltag an unsere Grenzen. Wir fühlen uns ausgelaugt oder haben einen schlechten Tag und kommen nicht so voran, wie wir es wollen. Wir wollen mehr schaffen. Im Normalfall greifen wir in solchen Momenten zur Kaffeekanne. Doch laut aktuellen Studienergebnissen der DAK reicht Kaffee vielen Deutschen nicht mehr aus.
Das Neuro-Enhancement umfasst in der Regel pharmazeutische Produkte. Sie werden von Menschen als Medikation eingesetzt, obwohl diese nicht krank sind. Die Geschichte des Neuro-Enhancement begann in den 1930er Jahren, als verschiedene Substanzen an Soldaten getestet wurden, um Ängste zu lösen und ihre Konzentrationsfähigkeit zu verbessern. Vor allem Methamphetamin wurde eingesetzt und erhielt Spitznamen wie z.B. Panzerschokolade.
Laut dem DAK-Gesundheitsreport haben drei Millionen Deutsche schon einmal auf diese oder ähnliche Substanzen zurückgegriffen. Eine Million Deutsche nutzen regelmäßig derartige Substanzen, um ihre Leistungsfähigkeit zu verbessern. Dennoch kann die Studie nur diejenigen erfassen, die auch zugeben, sich selbst zu dopen. Dunkelziffern gehen von bis zu 12% der Arbeitnehmer aus. Strenggenommen gehören auch Koffein im Kaffee oder Taurin in Energiedrinks in die Kategorie des Neuro-Enhancement, womit die Zahl deutlich höher als 12% liegen sollte.
Doch wann und warum werden solche Drogen eingesetzt? Laut Gesundheitsreport nutzen gesunde Menschen die Medikamente vor allem, um sich auf konkrete Situationen wie Prüfungen oder wichtige Meetings vorzubereiten. Männer nutzen also die Medikamente, um ihre Leistungsfähigkeit zu steigern, wohingegen Frauen die Präparate eher nutzen, um ihr psychisches Wohlbefinden zu verbessern und Ängste zu lösen. Und genau hier liegt laut dem Gesundheitsreport die Gefahr der smarten Drogen: Der Anteil der Nutzer ist in den letzten sechs Jahren von 4,7% auf 6,7% gestiegen und der häufigste Grund für den Konsum ist Stress am Arbeitsplatz.
Tim Franke - Impulsdialog
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Mehr zu dem Thema finden Sie in dem aktuellen Gesundheitsreport der DAK:
http://www.dak.de/dak/bundesweite_themen/Gesundheitsreport_2015-1585966.html
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