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Doping im Alltag – Kaffee und smarte Drogen zur Leistungssteigerung

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Laut dem DAK-Gesundheitsreport haben drei Millionen Deutsche schon einmal auf diese oder ähnliche Substanzen zurückgegriffen. Eine Million Deutsche nutzen regelmäßig derartige Substanzen, um ihre Leistungsfähigkeit zu verbessern. Dennoch kann die Studie nur diejenigen erfassen, die auch zugeben, sich selbst zu dopen. Dunkelziffern gehen von bis zu 12% der Arbeitnehmer aus. Strenggenommen gehören auch Koffein im Kaffee oder Taurin in Energiedrinks in die Kategorie des Neuro-Enhancement, womit die Zahl deutlich höher als 12% liegen sollte.

 
Der DAK-Gesundheitsreport weist darauf hin, dass sich dieses Phänomen durch alle Hierarchieklassen, Berufsfelder und Qualifikationen zieht. Die meisten der Nutzer geben an, dass sie für die Medikamente ein ärztliches Rezept erhalten haben. Etwas über ein Drittel der Befragten gaben an, dass sie die Präparate entweder ohne Rezept in der Apotheke oder über Familie, Freunde und Bekannte erhalten haben. Für einen Großteil der Bevölkerung käme Hirndoping jedoch nicht infrage, es sei denn, es gibt eine ausdrückliche ärztliche Empfehlung.

Doch wann und warum werden solche Drogen eingesetzt? Laut Gesundheitsreport nutzen gesunde Menschen die Medikamente vor allem, um sich auf konkrete Situationen wie Prüfungen oder wichtige Meetings vorzubereiten. Männer nutzen also die Medikamente, um ihre Leistungsfähigkeit zu steigern, wohingegen Frauen die Präparate eher nutzen, um ihr psychisches Wohlbefinden zu verbessern und Ängste zu lösen. Und genau hier liegt laut dem Gesundheitsreport die Gefahr der smarten Drogen: Der Anteil der Nutzer ist in den letzten sechs Jahren von 4,7% auf 6,7% gestiegen und der häufigste Grund für den Konsum ist Stress am Arbeitsplatz.
 
Das Neuro-Enhancement wird eingesetzt, um sich den Arbeitsanforderungen gewachsen zu fühlen und damit die Arbeit leichter von der Hand geht. Experten warnen vor dem Gebrauch von derartigen Medikamenten ohne medizinische Indikation. Es können schlimme Nebenwirkungen, wie Schlafstörungen, Hautreaktionen, Magenprobleme, bis hin zu Herzkreislaufstörungen auftreten. Außerdem ist die Wirkung von diesen Medikamenten immer auch von der physischen und psychischen Verfassung des Konsumenten abhängig. So wirkt z.B. Koffein leistungssteigernd, wenn das Gehirn vor der Einnahme in einem niedrigen Aktivierungszustand ist. Ist das Gehirn jedoch in einem hohen Aktivierungszustand, wirkt Koffein leistungsvermindernd. Kaffeetrinker kennen dieses Phänomen auch als Fahrigkeit.
 
Generell gilt: Ein gesundes und waches Gehirn arbeitet im Normalfall schon auf einem sehr hohen Leistungsniveau, nahe dem Optimum. Die Medikamente können die Leistungsfähigkeit bei manchen Personen steigern und bei anderen vermindern. Bei regelmäßigen Nutzern mahnen die Experten auch vor einer psychischen Abhängigkeit.
 

 

Tim Franke - Impulsdialog

 

Wenn Sie herausfinden wollen, wie Sie Alltagsstress bewältigen oder angstauslösenden Situationen besser begegnen können, können Sie sich unsere Lernmappen anschauen.


Mehr zu dem Thema finden Sie in dem aktuellen Gesundheitsreport der DAK:
http://www.dak.de/dak/bundesweite_themen/Gesundheitsreport_2015-1585966.html

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