Persönlichkeit entwickeln

Neid - Warum andere immer das Bessere haben

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Die Wirkung von Neid


Wie schon angedeutet, kann Neid in Verbindung mit psychischen Erkrankungen gebracht werden. Aber Neid hat auch andere Folgen. Laut einer Umfrage der Apothekenumschau verursacht Neid nicht nur depressive Verstimmung sondern auch körperliche Beschwerden. Dazu gehören Magenschmerzen, Schlafstörungen, Herzrasen und so weiter. Neuronal, also im Gehirn, liegen Schmerzzentrum und der Ort, der mit Neid in Verbindung gebracht wird recht nah beieinander, was durchaus solche Schmerzen begünstigen kann. Neid hat aber auch soziale Folgen, denn wer möchte schon mit jemandem befreundet sein, der stets und ständig neidisch ist? Neidische Menschen sind laut einigen Untersuchungen eher feindselig, was wiederum mit Verärgerung und Aggressionen einhergeht. Als Gegenpol des Neids wird die Dankbarkeit gesehen. Eine Emotion, die durchaus mit vielen sozialen Kontakten und sozialer Unterstützung einhergeht.

Woher kommt der Neid?


Wer sich vor Neid schützen will, der sollte ein stabiles Selbstbewusstsein haben. Denn Neid ist nicht nur genetisch veranlagt, sondern wird vor allem durch die Sozialisation des Menschen bestimmt. „Menschen, die permanent mit dem Gefühl aufwachsen, zu wenig zu bekommen, tendieren eher zu Neidgefühlen“, meint Professor Haubl. Wichtig ist es in jedem Fall, sich auf die „produktive“ Seite des Neides zu konzentrieren. „Lassen sie den Neid zu. Finden Sie heraus, was er über Sie aussagt“, empfiehlt er. „Und machen Sie sich klar: Sie haben es selbst in der Hand, sich mit denen zu vergleichen, die mehr haben, oder mit denen, die weniger haben.“ Viele Psychoanalytiker haben sich ebenfalls mit dem Thema Neid beschäftigt. Freud bemerkt, dass der Neid ursprünglich aus der Geschwisterbeziehung herrührt. Viele kennen zum Beispiel den klassischen Fressneid der nicht selten bei Geschwistern auftaucht und in dem man immer genau das haben will, was der andere gerade auf dem Teller hat. Einige Autoren gehen dabei von einer angeborenen Emotion aus, andere wiederum von einer erlernten. Beispielsweise postulieren verschiedene Emotionspsychologen, dass Neid sich etwa im zweiten Lebensjahr entwickelt, wenn sich das Kind seines Selbst bewusst wird. Es kann dann auch unterscheiden, was andere haben und was das Kind selbst hat.

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