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Gute Nacht Geschichten für Kinder: Sprache lernen leicht gemacht

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Eltern, die bevorzugt den Code-Focused-Talk verwenden, lenken die Aufmerksamkeit ihrer Kinder auf strukturelle Merkmale der Sprache, zum Beispiel auf bestimmte Laute, auf Reime oder einzelne Buchstaben. Ältere Kinder ermuntern sie dazu Sätze oder Passagen selbst zu lesen. Dieser Vorlesestil ist weniger verbreitet, hat aber dennoch Auswirkungen auf das spätere Verständnis von Sprache und Schrift des Kindes.
Beim Meaning-Based-Talk nimmt der Vorleser Bezug auf den Inhalt der Geschichte, das heißt er fasst das bisher gesagte zusammen, hebt die wichtigsten Punkte hervor, stellt Fragen darüber, was bisher passiert ist und lässt antizipieren was noch geschehen wird. Diese Methode des Vorlesens führt zu einem tieferen Verständnis der Geschichte und ist am stärksten mit guten späteren sprachlichen Fähigkeiten verbunden. Sie kann auch dazu dienen die Aufmerksamkeit des Kindes zurück auf die Geschichte zu lenken oder mangelndes Verständnis des Gelesenen auszugleichen. Meaning-Based-Talk ist besonders mit einem großen Wortschatz verbunden.

Ebenfalls auf tieferes Verständnis und Konzentration zielen Fragen und Kommentare über Bilder ab. Eltern benutzen beim Lesen oft Bilder, um die Aufmerksamkeit beim Lesen zu halten. Kinder können die gehörte Geschichte besser verarbeiten und später erinnern, wenn es Bilder im Text gibt. Das funktioniert allerdings nur, wenn diese aktiv mit in die Handlung des Vorlesens einbezogen werden. Erfolg zeigt auch die Strategie, Brücken zwischen dem Inhalt der Geschichte und dem eigenen Leben des Kindes zu schlagen. Es lernt so besser und schneller neue Wörter und entwickelt durch das fiktive Erfahren von vertrauten Konflikten soziale Kompetenzen.



Egal welchen Vorlesestil man bevorzugt, von allen kann das Kind in seiner sprachlichen Entwicklung profitieren. Zur Orientierung hat die Stiftung Lesen 7 goldene Vorleseregeln aufgestellt, an denen man sich beim Lesen orientieren kann:

  • 1. Suchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind ein Buch zum Vorlesen aus.
  • 2. Machen Sie und Ihr Kind es sich an einem ruhigen Ort gemütlich – auf dem Sofa, der Eckbank oder auf einem kuscheligen Teppich.
  • 3. Wählen Sie zum Vorlesen einen günstigen Augenblick aus: eine Ruhephase am Nachmittag oder den Abend. Am besten ritualisieren Sie das Vorlesen, d. h. es findet zu regelmäßigen Zeiten statt und wird (nach Möglichkeit) durch nichts gestört.
  • 4. Haben Sie beim Vorlesen Geduld mit Ihren Kindern – je jünger die Kinder sind, umso schwerer fällt es ihnen sich längere Zeit zu konzentrieren.
  • 5. Gehen Sie auf Zwischenfragen ein und wenn Ihr Kind das Buch in einer anderen Reihenfolge mit Ihnen lesen möchte ist das auch kein Problem.
  • 6. Vermeiden Sie beim Vorlesen das „Runterleiern“, denn Kinder spüren, wenn Sie mit Ihren Gedanken woanders sind.
  • 7. Nehmen Sie sich Zeit, um nach dem Vorlesen mit Ihrem Kind über das Buch, die Geschichte zu sprechen.

 

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Ein Kommentar

Sehr interessanter und hilfreicher Artikel. Habe jetzt auch angefangen beim Babysitten bewusster vorzulesen und mit dem Kind mehr zu interagieren.
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Ani

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