Angsterkrankungen sind nicht selten. Sie haben viele Gesichter: Agoraphobie, Generalisierte Angststörung, Panikstörung, soziale Phobie oder auch die spezifische Phobie. Sie unterscheiden sich in ihren Symptomen und der Häufigkeit des Auftretens. Wir möchten Ihnen in diesem Zuge die wichtigsten Angststörungen vorstellen.
Auf einen Blick:
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Seite 1 - Angststörungen Teil I
Angsterkrankungen sind nicht selten. Repräsentative Studien zur Krankheitshäufigkeit (Prävalenz) finden einen Anteil von ca. 9 % in der erwachsenen Allgemeinbevölkerung in Deutschland. Nach einer umfangreichen europäischen Befragung (ESEMeD) mit über 21.000 Teilnehmern in sechs Ländern (Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande, Spanien) in den Jahren 2001-2003 hatten im Laufe des Lebens 13,6 % der Bevölkerung (9,5 % der Männer und 17,5% der Frauen) eine Angststörung. 6,4 % der Bevölkerung (3,8 % der Männer und 8,7 % der Frauen) gaben an, innerhalb der letzten 12 Monate unter einer Angsterkrankung gelitten zu haben.
Bestimmte Störungsbilder lassen sich zudem einzeln betrachten:
Agoraphobie
Unangemessen starke Angst vor Situationen, in denen eine rasche Flucht nicht mehr möglich erscheint, z.B. in einer Schlange stehen oder sich in Menschenmengen befinden.
Die Lebenszeitprävalenz (Häufigkeit, dass Personen einmal in ihrem Leben an einer bestimmten Erkrankung leiden) der Agoraphobie wird in den Industrieländern auf ca. 5 % geschätzt.
12-Monats-Prävalenzen schwanken in Untersuchungen zwischen 0,5 bis 2,2 %.
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