Selbstbewusstsein stärken

Agoraphobie – die Angst vor Kontrollverlust

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Auf einen Blick:

1. Seite: Überblick Agoraphobie

2. Seite: Symptome

3. Seite: Entstehung und Behandlung

4. Seite: Zusammenfassung

Seite 2 - Symptome

Symptome

Panikstörung:

  • Todesangst
  • wiederkehrende unerwartete Panikattacken (mit typischen physischen Reaktionen, wie Zittern, Luftnot, Herzrasen..., welche jedoch subjektiv stärker wahrgenommen werden als sie tatsächlich messbar sind)
  • anhaltende Besorgnis über das Auftreten weiterer Attacken
  • Sorgen über die Folgen (z. B. Herzinfarkt)
  • häufig hypochondrische Symptome (Angst, unter einer Krankheit zu leiden, ohne objektive Befunde in diese Richtung)

 


Agoraphobie:

  • Angst sich an bestimmten Orten oder Situationen zu befinden, bei welchen Paniksymptome auftreten könnten (durch vorherige Erfahrung) oder die eine Flucht schwierig oder peinlich machen oder Betroffene in eine Lage kommen, in der sie Kontrollverlust erleben und Hilfe nicht erreichbar scheint
  • Rückzug & Isolation: Angst führt üblicherweise zum Vermeiden solcher Situationen (z.B. nicht alleine aus dem Haus gehen, Vermeidung von Menschenmengen)
  • Das Vermeidungsverhalten führt zu Beeinträchtigung der Lebensführung (z.B. Angst, zur Arbeit zu fahren)

Somit haben Personen mit Agoraphobie mit vielen Einschränkungen zu kämpfen und leiden sehr stark unter ihrer Störung. Verzweiflung und Hilflosigkeit kommen hinzu, da den Meisten klar ist, dass die Angst unbegründet und nicht erklärbar ist, sie dennoch keine Lösung für ihr Problem finden.

 

 

Auftreten, Häufigkeit, Fakten

Etwa 2% der Bevölkerung erkranken jährlich an einer Panikstörung mit und ohne Agoraphobie. In Bevölkerungsstudien weisen etwa 1/3 zusätzlich Entwicklung einer Agoraphobie auf. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. Dies ist aber kritisch zu betrachten, da man sich die Frage stellen muss, ob es auch daran liegen könnte, dass Frauen sich und anderen gegenüber die Angst eher gestehen und zugeben können. Schließlich ist eine Angststörung stigmatisiert und wird von Außenstehenden möglicherweise mit Schwäche assoziiert.

Die ersten Symptome manifestieren sich meist zwischen der Adoleszenz und dem 35. Lebensjahr. Typischerweise verläuft die Störung chronisch. Gegebenenfalls können die Symptome auch nachlassen und zum Teil bis zu einem anderen Punkt im Leben auch ganz ausbleiben bis wieder Ängste auftreten. Durch die Isolation und Vermeidung vieler Aktivitäten und Situationen, die eine Panikattacke hervorrufen können, leiden viele Erkrankte zusätzlich zu 50-65% unter einer Depression. Zu etwa 1/3 geht die Depression voraus und zu etwa 2/3 beginnt sie gleichzeitig oder folgt der Panikstörung.

 

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