Selbstbewusstsein stärken

Der Geist ist willig, aber der Körper?

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Behandlung

Ähnlich vielfältig wie die Ursachen sind auch die Behandlungsansätze. Wenn organische Ursachen von einem Mediziner ausgeschlossen werden können, ist ein erster Schritt in vielen Behandlungsformen die Aufklärung über die eigene Sexualität. Oft stehen sexuelle Mythen oder Unwissen der Entfaltung von Erregung im Weg. Sind diese Halbwahrheiten geklärt, kann es für Patientinnen hilfreich sein, sich im Rahmen einer Therapie der eigenen Gedanken und Einstellungen gegenüber der eigenen Sexualität bewusst zu werden. Frauen mit Erregungsschwierigkeiten empfinden zum Beispiel oft ganz unbewusst Leistungsdruck oder sie streben nach Perfektion. Diese unrealistischen Erwartungen an sich selbt und die Angst vor Bewertung blockieren das Loslassen, welches für den Aufbau von Erregung zentral ist.
Da die Beeinträchtigung der Erregung oft auch Auswirkungen auf die Paarbeziehung hat, sollte der oder die jeweilige Partner/in in die Behandlung eingebunden werden. Bei tiefgehenden Problemen innerhalb der Beziehung sollte in Erwägung gezogen werden, eine Paartherapie in Anspruch zu nehmen. Vielen Betroffenen hilft es auch, neue Wege der Körperlichkeit zu entdecken. Beispielsweise bietet das Tanzen eine Möglichkeit, den Körper in einer neuen Weise zu spüren und sich so mit ihm vertrauter zu machen. Viele Frauen berichten auch sehr positiv darüber, wenn sie ihren eigenen Körper alleine und/oder mit Zuhilfenahme von Sexspielzeugen stimulieren und die eigenen körperlichen Reaktionen und Präferenzen erster Hand und ohne sozialen Druck erforschen. Weiterhin gibt es medikamentöse Ansätze zur Beseitigung der körperlichen Fehlreaktion. Vor allem hormonelle Behandlungen können Wirkung zeigen. Allerdings besteht hier noch viel Bedarf an weiterführender Forschung, bis diese Medikamente auf dem Markt zugelassen werden.

Bevor also das dauerhafte Ausbleiben Ihrer Erregung Auswirkungen auf Sie selbst und Ihre Beziehung nimmt, gehen Sie den wichtigen Schritt und suchen Sie sich professionelle Hilfe.

Autor: Friederike Alexander (Impulsdialog)

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