Persönlichkeit entwickeln

Persönlichkeitsstörung Teil 10: Sonstige spezifische Persönlichkeitsstörungen

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Auf einen Blick:

1. Seite: Die narzisstische Persönlichkeitsstörung - Überblick

2. Seite: Diagnosekriterien und Therapie

3. Seite: Zusammenfassung

4. Seite: Die passiv-aggressive Persönlichkeitsstörung - Überblick

5. Seite: Diagnosekriterien und Therapie

6. Seite: Zusammenfassung

 

 

Seite 5 - Diagnosestellung und Therapie

 

Diese Diagnose darf erst dann vergeben werden, wenn mindestens fünf der folgenden Kriterien zutreffen:

  • Verschleppung von Routineaufgaben (auf die andere warten)
  • Ungerechtfertigter Protest gegen gerechtfertigte Forderungen
  • Trotz, Reizbarkeit, Streitlust bei unwillkommenen Bitten
  • Kritik oder Verachtung von Autoritätspersonen
  • Langsame oder schlechte Arbeit an unliebsamen Aufgaben
  • Nicht-leisten eigener Anteile an gemeinsamen Aufgaben
  • Verpflichtungen werden „vergessen“

Therapie Ziel der psychotherapeutischen Behandlung ist es, dass Betroffene mehr Vertrauen in zwischenmenschliche Beziehungen entwickeln und sie allmählich lernen, dass in privaten und beruflichen Beziehungen nicht nur negative Aspekte eine Rolle spielen, sondern auch positive Aspekte, wie gegenseitige Unterstützung. Auf der anderen Seite wird ihnen deutlich gemacht, dass es im Beruf und in Partnerschaften immer auch Verpflichtungen gibt. Anschließend wird daran gearbeitet, ihre Loyalität in zwischenmenschlichen Beziehungen zu verbessern. Häufig meiden Betroffene gewisse Leistungsanforderungen über lange Zeit. Dadurch können Defizite in ihren sozialen und beruflichen Kompetenzen entstehen. Infolgedessen können weitere Leistungsanforderungen zu Versagensangst führen, da entsprechende Kompetenzen nicht mehr in dem Maße verfügbar sind. In der Therapie wird deshalb auf eine größere Offenheit gegenüber neuen Erfahrungen hingearbeitet. Die Patienten werden dazu angeregt, ihr bisheriges Vermeidungsverhalten aufzugeben, neue Dinge auszuprobieren, Gefühle zuzulassen, spontan zu sein und dabei auch gewisse Risiken einzugehen. Die psychotherapeutische Behandlung der passiv-aggressiven Persönlichkeitsstörung wird selten durch eine Pharmakotherapie unterstützt, da diese als wenig sinnvoll angesehen wird.

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