Persönlichkeit entwickeln

Be happy! Wie wir unser Glück selbst in die Hand nehmen können

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Glück zu finden und zu halten ist ein Bestreben, was Menschen aller Kulturen seit Lebzeiten antreibt, denn es liegt in unserer Natur. Bereits Aristoteles schrieb: „So wie die Biene zur Blüte strebt, so wie das Wasser ins Meer strömt und Gegenstände aufgrund der Gravitation nach unten fallen – ebenso strebt die menschliche Spezies nach Glück.“.

Glückliche Menschen führen stabilere Beziehungen, erholen sich schneller von Schicksalsschlägen, haben eine widerstandsfähigere Immunabwehr, sind hilfsbereiter, kooperativer und werden von ihrer Umgebung  als Menschen voller Energie wahrgenommen. Zudem ist häufiges Glücksempfinden ein starker Schutzfaktor gegen Depression. Doch lässt sich das persönliche Glück beeinflussen oder ist es schlichtweg Glückssache

 

Positive Psychologie

Die Frage nach den Determinanten des Glücks stellt die sogenannte „Science of happiness“ (Glücksforschung), die sich in den letzten Jahrzehnten zunehmend etabliert hat. Zuvor war die psychologische Forschung lange Zeit eher defizitorientiert. Sie beschäftigte sich vor allem mit den Ursachen, Entstehungsmechanismen, sowie der Diagnostik und Therapie von psychischen Störungen und den Beeinträchtigungen des Verhaltens und Erlebens. Im Gegensatz dazu richtet die „positive Psychologie“, wie sie genannt wird, den Fokus auf Ressourcenaktivierung, persönliches Wachstums, sowie Tugenden und Charakterstärken, die uns helfen kritische Lebensereignisse besser zu bewältigen und unser Glück und Wohlbefinden zu begünstigen.

 

Was macht glücklich? 

Glück ist eine positive, emotionale Intensiverfahrung. Es ist ein subjektives Empfinden und wird durch individuelle Faktoren beeinflusst- das heißt, Glück ist relativ. Im Ergebnis einer Metastudie der amerikanischen Psychologen Sheldon, Lyubomirsky und Schadke ließen sich die Einflussfaktoren für persönliches, andauerndes Glück in drei Kategorien unterteilen: Die jeweiligen Lebensvorgaben, individuelle Lebensumstände und absichtsvolle Aktivitäten.

Mit den Lebensvorgaben ist unter anderem der sogenannte Set-Point gemeint. Laut der  Set- Point- Theorie existiert für jede Person ein genetisch festgelegtes, weitgehend konstantes „Glücks- Niveau“, zu welchem man langfristig immer wieder zurückkehrt. Zwar kann das Glücksempfinden nach großer Euphorie überdurchschnittlich stark sein, jedoch passt es sich nach einiger Zeit immer wieder dem individuellen Ausgangsniveau an.