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Train your Brain – Gehirnjogging im Alltag

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Körperliche Fitness und ein gesunder Lebensstil erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Superfood, Clean Eating, Detox – Begriffe, die einem heutzutage ständig über den Weg laufen. Immer wieder lesen wir über die neuesten Gesundheitstrends – doch was wir dabei nicht vernachlässigen dürfen: auch unser Gehirn braucht regelmäßiges Training, um auch noch in hohem Alter fit zu sein.

Auf einen Blick:

1. Seite: Das Gedächtnis

2. Seite: Praktische Tipps zum Gehirnjogging

 

Seite 1 - Wie können wir unser Gedächtnis fit halten?

Schon ein bisschen Knobelei am Tag kann viel bewirken. Sei es das Lösen eines Sudokus oder eines Kreuzworträtsels in der Tageszeitung, das Einprägen einer Telefonnummer oder des Einkaufszettels vor dem nächsten Supermarktbesuch. Gehirnjogging hilft uns dabei, unsere Merkfähigkeit, unsere Kreativität und unsere Konzentration zu verbessern. Es gibt unzählige Möglichkeiten, unsere grauen Zellen auf Trab zu halten – und diese sollten wir nutzen!

Unser Gehirn beinhaltet Milliarden von Gehirnzellen, jedoch wird das geistige Potenzial nur zu einem Bruchteil ausgeschöpft. Werden die Nervenzellen nicht beansprucht, bilden sie sich im Laufe des Lebens zurück. Folgen sind Vergesslichkeit und Konzentrationsverluste. Regelmäßiges Training führt zu neuen neuronalen Verknüpfungen und das Gehirn kann leichter auf bereits vorhandenes Wissen zurückgreifen.

Doch wie genau entsteht eigentlich Gedächtnis?

Um zu verstehen, wie Gehirnjogging wirken kann, müssen wir die Funktionsweise unseres Gehirns genauer betrachten. Ganz grob betrachtet arbeitet unser Gedächtnis folgendermaßen: wir nehmen durch unsere Sinnesorgane etwas in unserer Umwelt wahr, diese Informationen werden dann ans Gehirn weitergeleitet, dort verarbeitet und gespeichert. Wenn wir uns an etwas erinnern, werden diese Inhalte schließlich wieder abgerufen. Das klingt relativ einfach. Doch warum merken wir uns manche Dinge sehr lange, vergessen aber anderes sofort wieder?

Täglich sind wir Millionen von Sinneseindrücken ausgesetzt. Würde unser Gehirn alle diese Eindrücke verarbeiten, so wären wir vermutlich schlichtweg überfordert mit der Masse an Informationen. Vielmehr sortiert das Gehirn für uns persönlich relevante Dinge heraus. Und das schon, bevor diese unser Bewusstsein erreichen. Unser Denkorgan sorgt dafür, dass wir nur den wichtigsten Informationen unserer Umwelt Aufmerksamkeit schenken. Und nur diese Informationen können dann auch verarbeitet werden.

Dennoch behalten wir nicht alle Dinge im Kopf, die einmal verarbeitet wurden. Warum vergessen wir einen wichtigen Termin? Wieso entfallen uns immer wieder Passwörter oder warum will uns der Name eines neuen Teammitglieds beim besten Willen nicht mehr einfallen?

Der Grund dafür liegt darin, dass das bloße Verarbeiten von Informationen noch nicht ausreicht, damit sich Dinge in unser Gedächtnis einbrennen. Wichtig ist die Konsolidierung, also die Speicherung der Informationen im Langzeitgedächtnis. Kontinuierliches Wiederholen von Lernprozessen führt dazu, dass die neuronalen Verbindungen – die Synapsen – im Gehirn verstärkt werden, wodurch Informationen schneller und effektiver verarbeitet werden können und Inhalte leichter wieder abgerufen werden können.

Und diesen Trainingseffekt können wir uns zunutze machen! Regelmäßiges Gehirntraining stärkt die Synapsen, legt neue neuronale Verknüpfungen an und trägt langfristig zu besseren kognitiven Leistungen bei, die uns auch noch in hohem Alter erhalten bleiben und Vergesslichkeit und sogar Krankheiten wie Demenz vorbeugen können.

 

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