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Motivation im Arbeitsleben – Rahmenmodelle und praktische Tipps

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Wie einfach ginge doch die Arbeit von der Hand, wenn die Menschen dabei nur so vor Motivation sprühten und die Zeit nur so flöge. Dieser Artikel stellt Rahmenmodelle der Arbeitsmotivation vor und gibt praktische Hinweise, wie Sie im Arbeitsalltag motivierter werden. Bevor in diesem Artikel zu viele Fachbegriffe aufeinander folgen, sollen an dieser Stelle zwei für Arbeitsmotivation zentrale Begriffe geklärt werden

Auf einen Blick:

1. Seite: Motivation - verschiedene Motive

2. Seite: Praktische Tipps für mehr Arbeitsmotivation

 

Seite 1 - Motiv

Als Motiv bezeichnet man eine zeitlich stabile, im Menschen verankerte Präferenz für bestimmte Situationen und Aufgaben („Werthaltungen“). In der psychologischen Forschung unterscheidet man mindestens drei voneinander unabhängige Motive:

Annäherungsmotiv: Wunsch nach positiven zwischenmenschlichen Beziehungen und Nähe

Leistungsmotiv: Wunsch nach herausragenden Erfolgen/Fähigkeiten/Fertigkeiten

Machtmotiv: Streben nach Macht über andere und Zurschaustellung individueller Leistung um andere zu übertrumpfen

Ein Motiv führt nicht per se zu einer bestimmten Handlung, allerdings erleichtern Motive zum Motiv passende Handlungen. So können Menschen mit einem stark ausgeprägten Annäherungsmotiv bei einer Party schneller und leichter auf andere Menschen zugehen und so ihr Bedürfnis nach Nähe und Kontakt befriedigen.

Extrinsische/intrinsische Motive

Zentral ist auch die Unterscheidung von extrinsischen und intrinsischen Motiven. Erstere sind den Menschen bewusst und können klar benannt werden. „In meinem Beruf möchte ich immer optimale Leistung erbringen“ ist ein typisches Beispiel für ein explizit geäußertes Leistungsmotiv. Implizite Motive werden bereits in früher Kindheit geprägt und sind meist unbewusst. Implizite Motive korrelieren mit langfristigen Handlungstendenzen,  explizite Motive eher mit konkreten Handlungen in einer Situation.

Eine Definition oder Was ist Arbeitsmotivation?

Arbeitsmotivation ist eine besondere Form der Verhaltensdisposition, also einer Art „Anlage“ für die Stärke, Auswahl und Intensität des Verhaltens in der Arbeit. Die Arbeitsmotivation ist damit zukunftsorientiert, denn sie bezieht sich auf zukünftige Handlungen. In der Psychologie wird Motivation als das Produkt einer Wechselwirkung von einer Person mit individuellen Motiven und einer Situation, die spezifische Anreize enthält, interpretiert. Motivation entsteht also aus einer Art „Passung“ von individuellen Vorlieben/Interessen einer Person und den Charakteristika einer Situation, die auf diese Vorlieben passen

Inzwischen existiert eine Vielzahl von Theorien, die das Entstehen von Arbeitsmotivation erklären sollen. Grob lassen sich zwei Gruppen unterscheiden:

Inhaltstheorien, die sich auf die zentralen Motive des Menschen und die spezifischen Anreize einer Situation beziehen und

Prozesstheorien, die erklären sollen, wie genau eine Handlung tatsächlich ausgeführt wird und welche Aspekte des Arbeitsprozesses motivationssteigernd sind.

Aus den unterschiedlichen Theorien lassen sich diverse Schlussfolgerungen ableiten, die zu einer Steigerung der Motivation führen. Sich selbst bewusst zu machen, wie die eigene Motivation zu steigern ist, stellt einen zentralen Bereich zu Erfolg und Persönlichkeitsentwicklung dar.

Der Begriff der Arbeitsmotivation hängt eng mit dem Konzept der Arbeitszufriedenheit zusammen. Arbeitszufriedenheit bezieht sich auf das, was Menschen gegenüber ihrer Arbeit denken und fühlen. Man könnte auch sagen, Arbeitszufriedenheit beschreibt, wie sehr Menschen ihre Arbeit mögen oder auch nicht. Dieses Konzept ist in die Vergangenheit gerichtet, es ist eine Bewertung des zuvor Geschehenen. Arbeitsmotivation ist ein erklärender Faktor der Arbeitszufriedenheit. Gleichzeitig sind Menschen, die zufrieden mit ihrer Arbeit sind, motivierter.

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