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„YOLO“- Leitsatz & Kritik an der Generation Y

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Mit dem Begriff „YOLO“ wird das Lebensgefühl oder die Leitphilosophie „You only live once“ (dt. „Man lebt nur einmal“) zusammengefasst.
Welche Merkmale hat die Generation Y? Weshalb? Und: Haben wirklich alle oder die Mehrheit der Menschen in dieser Generation genau diese Vorstellung vom Leben?

 
Mit dem Begriff „YOLO“ wird das Lebensgefühl oder die Leitphilosophie „You only live once“ (dt. „Man lebt nur einmal“) zusammengefasst. Damit werden Bestrebungen nach der Selbstverwirklichung sowohl beruflich als auch privat, Freude an seinen Tätigkeiten und der Suche nach dem Sinn darin beschrieben. All diese Attribute- Selbstverwirklichung, Work-Life-Balance, Unabhängigkeit, Individualität, Freizeit und Spaß werden mittlerweile vor allem einer Bevölkerungs- bzw. Altersgruppe zugeschrieben - der Generation Y. Darunter fallen alle, die zwischen 1978 und 1998 geboren sind und ihre Teenager - Zeit zwischen den 1990 und 2010 erlebt haben. Die Generation die mit neuen Medien aufgewachsen ist. Welche Merkmale hat diese Generation? Weshalb? Und: Haben wirklich alle oder die Mehrheit der Menschen in dieser Generation genau diese Vorstellung vom Leben?

Der Begriff „Generation Y“ leitet sich durch den Buchstaben Y her und bedeutet in diesem Kontext so viel wie das Wort „Why“ (dt. „Warum“). Damit wird vor allem das Merkmal der Sinnsuche dieser Generation beschrieben. Personen der Generation Y streben vor allem danach, in ihrer beruflichen und privaten Tätigkeit Sinn bzw. Selbstverwirklichung der eigenen Persönlichkeit zu erfahren, weshalb gerade Kreativität und Improvisation dieser Bevölkerungsgruppe so wichtig erscheinen. Monotonie im Privat- und vor allem im Arbeitsleben wird komplett abgelehnt. Der Beruf soll Ausdruck des eigenen Wesenszuges sein und die Person ausfüllen. Eine strikte Trennung von Beruf und Privatem gibt es daher kaum noch. Stattdessen werden flache Hierarchien und Individualität gefordert. Genau das wird auch unter dem Begriff „Work-Life-Balance“ zusammengefasst: Arbeit und Privatleben sollen wenn möglich perfekt harmonieren. Flexible Arbeitszeiten, Familienfreundlichkeit des Arbeitgebers - wenn doch noch vorhanden aufgrund des Wunsches nach Selbstständigkeit-und individuelle Arbeits- und Freizeitgestaltung sollen dafür sorgen. Gerade auch durch den technischen Fortschritt wird dies ermöglicht und vorangetrieben.

Das eine ganze Generation diese Bestrebungen aufweist (aufweisen soll), hängt vor allem mit der Struktur der Gesellschaft, der Kultur aber auch mit deren Erziehung zusammen. Die Großeltern dieser Generation sind zumeist in der Kriegs- bzw. Nachkriegszeit aufgewachsen. Diese war geprägt von wirtschaftlicher Schwäche, Entbehrung und harter Arbeit. Deren Kindern - den Eltern der Generation Y- vermittelten diese vor allem das Ziel des Arbeitswillens: Mit harter Arbeit kann man viel erreichen oder Produktivität ist Erfolg und Fortschritt. Die Folge daraus: Deutschland erfuhr einen wirtschaftlichen Aufschwung, die harte Arbeit zeigte Erfolge und Leistung stand im Fokus. Den Menschen dieser Generation (Generation X) ging es gut. Vieles was vorher zweitrangig erschien - Freiheit & persönliche, individuelle Entwicklungen - rückte wieder in den Vordergrund und schlug sich in der Erziehung der heutigen Generation wieder - der Generation Y.

Häufig wird den Mitgliedern der Generation Y steigendes Desinteresse an gesellschaftlichen, politischen und arbeitsbedingten Strukturen und Konflikten nachgesagt. Sie seien nicht bereit hart zu arbeiten, die persönliche Wohlfühlzone zu verlassen, um selbst etwas und deren Ziele zu erreichen. Die Generation Y sei ein Traumtänzer mit dem Gefühl etwas ganz Besonderes zu sein, was früher oder später durch irgendwen entdeckt werden sollte ohne groß dafür etwas zu leisten.

Doch ist diese Generation vielleicht doch zielstrebiger als bisher gedacht?
Einer Studie einer Unternehmensberatung zufolge, die 1000 Menschen im Y - Alter befragte, haben viele dieser Generation eher traditionelle Werte ihre Eltern (ca. 30%). Vermehrt wurde auch der Wunsch nach einer sicheren Karriere und dem Aufbau von sozialen Absicherungen geäußert. Demnach kann man die Generation Y nicht nur auf diese bisher angenommenen Werte und damit einhergehenden Kritik reduzieren. Die Generation Y reagiert vielmehr auch auf Veränderungen der sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Gegebenheiten und hat entgegen der häufigen Kritik nicht nur die persönliche Entwicklung im Auge.



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