Persönlichkeit entwickeln

Anerkennung - Der Schlüssel unserer Motivation

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Anerkennung treibt uns an und motiviert uns im Alltag. Doch woher kommt es, dass wir uns im Handeln so sehr von anderen beeinflussen lassen? Das Fehlen von sozialer Anerkennung kann als emotionaler Stress aufgefasst werden, der Ihnen auf Dauer schadet und Ihre Motivation sinken lässt. Impulsdialog kann Ihnen helfen Ihre sozialen Kompetenzen zu steigern, mit Kritik besser umzugehen und Sie schlussendlich zu einem glücklicheren Leben führen.

Seite 1 - Grundbedürfnis Anerkennung

Soziale Anerkennung wirkt sich auf die Entwicklung unserer Persönlichkeit und unserer Identität aus. Bereits im frühen Kindesalter prägt sie unser Verhalten dadurch, dass wir an dem wohlwollenden oder missfallenden Ausdruck im Gesicht unserer Eltern erkennen, ob unser Verhalten richtig oder falsch war. Auch in den folgenden Lebensjahren bietet uns die Anerkennung anderer eine Art Orientierung darüber, ob unser Verhalten in der jeweiligen sozialen Gruppe angebracht ist oder auch nicht. Sie dient also als eine Art Medium, über welches wir in den jeweiligen Kontexten positives und negatives Verhalten erlernen.

Evolutionsbiologisch betrachtet ist die Anerkennung ein Instrument, welches schon Primaten nutzten. Auf der Jagd nach großen Säugetieren kann der Mensch alleine nicht bestehen und ist daher auf das Funktionieren der Gruppe angewiesen. Ein Ausschluss aus der Gruppe, also das völlige Entziehen sozialer Anerkennung und die daraus resultierende Isolierung bedeuteten den sicheren Tod.

Zum einen dient Anerkennung also dazu, soziales Verhalten entweder zu belohnen oder zu bestrafen und uns dadurch den sozialen Umgang beizubringen. Diese Funktion der Anerkennung ist im menschlichen Gehirn verankert. Auf positives Feedback bzw. Lob reagiert das Belohnungssystem im Gehirn mit dem Ausschütten von Botenstoffen wie Dopamin (auch Glückshormon genannt), aber auch Oxytocin und körpereigene Opiate. Die Folge ist, dass wir uns entspannen, aber auch ein Gefühl von Glück eintritt. Je nachdem, welchen Stellenwert wir dem Feedback oder der Person dahinter zuschreiben, reagiert das Gehirn mit der Ausschüttung von Botenstoffen entsprechend stark oder schwach. Bei einem sexuellen Höhepunkt werden beispielsweise Massen dieser Botenstoffe ausgesendet.

Soziale Anerkennung ist ein menschliches Grundbedürfnis und dementsprechend ist der Mensch bereit, viel dafür einzusetzen, diese zu erhalten. Dies geschieht immer mit dem Ziel, sozial wahrgenommen und bestätigt zu werden. Man denke an die Mutproben im Kindes- und Jugendalter, aber auch an das Ableisten von Überstunden oder Schönheitsoperationen in späteren Lebensabschnitten. Soziale Anerkennung motiviert uns. Problematisch wird diese Form der sozialen Kontrolle dann, wenn Menschen keine Anerkennung mehr erhalten, weil unser Motivationssystem stark darunter leidet. Wie sollen wir uns motivieren, wenn wir für unsere Tätigkeit kein Lob erhalten? 

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