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Vom Wahn zur Apathie und zurück – Schizophrenie III

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Verlauf

Im Zuge einer ärztlichen Schizophrenie-Diagnose kann die Verlaufsform der Erkrankung eines Patienten mit der fünften Stelle des Krankheits-Codes angegeben werden (in der ICD-10 wird jeder Erkrankung ein Code zugeordnet). Wir wollen Ihnen vier Beispiele eines Verlaufs vorstellen und in die entsprechenden Begrifflichkeiten einführen. Darauf folgt der prototypische Verlauf einer Schizophrenie-Erkrankung. Die Verlaufslinie, die von links nach rechts den zeitlichen Verlauf der Erkrankung beschreibt, gibt den Level der Gesundheit an (je tiefer die Linie absinkt, desto kränker).


Mit Episode ist ein Zeitabschnitt einer akut vorliegenden Erkrankung gemeint. Remission beschreibt das Abklingen der Symptome, sozusagen das „Ausheilen“. Wir sehen, jede Erkrankung eines Betroffenen kann sich nicht nur über die Symptome, sondern auch im Verlauf stark von der eines anderen unterscheiden. Oft bleibt eine gewisse Restsymptomatik zurück (Residuum genannt), die zumeist aus Negativsymptomen besteht.

 
Man sieht an diesem prototypischen Verlauf zum einen, dass die Auswirkungen einer Schizophrenie meist nicht wieder ganz verschwinden und gemeinhin gewisse Phasen der Erkrankung unterschieden werden können. Oft gelangen Betroffene erst während einer Akutphase in Behandlung. Dabei könnte ihnen bei entsprechender Früherkennung während der Prodromalphase schon geholfen werden, wodurch die Manifestation der Schizophrenie mitsamt ihrer starken (zumeist positiven) Symptome und die oft danach zurückbleibenden Residualbeschwerden gegebenenfalls verhindert werden könnten.

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