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Voll Porno I - Was ist Pornografie und wer nutzt sie?

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Für die Einordnung von Pornografie in „gut“ oder „schlecht“ sollten die verschiedenen Subgenres der Pornografie durchaus beachtet werden, da nicht jede Form der Pornografie z.B. Frauen als minderwertige Personen darstellt oder Gewalt verherrlicht.

Mythen der Pornografie

Nymphomanie-Mythos: Darstellung der Frau als sexuell unersättliches Wesen, die ihre Sexualpartner frei und wahllos aussuchen oder immer sexuell verfügbar und erregt sind. Keine emotionale Zuwendung oder respektvoller Umgang und im schlimmsten Fall sogar Hass oder Verachtung werden der Frau entgegengebracht.

Vergewaltigungs-Mythos: Szenarien, in denen Frauen Geschlechtsverkehr gegen ihren Willen (Vergewaltigungen) und sexuelle Nötigungen genießen und sich nicht dagegen wehren. Dass solche Szenarien im wahren Leben drastisch anders ablaufen, wird nicht beachtet.

Verbreitung von Pornografie im Internet

Bei der Pornografie im Internet werden pornografische Schriften, Bilder, Tonträger, Filme und Videos meist über pornografische Webseiten verbreitet. Eigenschaften wie Anonymität, ständige Verfügbarkeit und (vermeintlich) kostenlose Angebote machen das Internet zu einer der Hauptverbreitungsarten der Pornografie von heute. Allerdings ist diese Art der Darstellung rechtlich nicht eindeutig geklärt, da der Jugendschutz allzu oft nicht abgesichert werden kann und teilweise verbotene Inhalte verbreitet werden können.

Die Porno-Industrie erwirtschaftete 2006 mehr Gewinn als die Firmen Microsoft, Google, Amazon, eBay, Yahoo, Netflix und Earthlink zusammen und ist damit ein nicht zu verleugnender Industriezweig. Schätzungsweise 25% des gesamten Internet-Datenverkehrs haben pornografischen Inhalt, wobei die meisten dieser Seiten an Werktagen von 9 bis 17 Uhr aufgerufen werden. Jede Sekunde schauen sich weltweit durchschnittlich 28.258 Menschen Pornos im Internet. Allerdings werden auch 35% aller Nutzer nur ungewollt mit pornografischem Material konfrontiert.

Nutzerprofile - Pornografie als reine Männerdomäne?

Pornografie wird meist stereotypisch Männern zugeordnet und tatsächlich berichten Männer deutlich höhere Nutzungsintensitäten als Frauen (z.B. Hald 2006; Shaughnessy et al 2010). Dabei wird oft der Fehler begangen, Frauen völlig außer Acht zu lassen, obwohl Internetpornografie keinesfalls eine reine Männerdomäne ist. 72% der pornografischen Portale werden von Männern aufgerufen – 28% von Frauen. Schenkt man verschiedensten Studien Glauben, so besuchen 40% der Frauen einmal im Monat Webseiten mit pornografischem Inhalt und ungefähr 10% (Weber und Daschmann 2010) bis 31% (Carroll et al 2008) der Mädchen und Frauen sollen regelmäßig (mindestens einmal wöchentlich) Pornografie nutzen. Allerdings sind Domänen wie Masturbation und Konsumieren von Pornos unter Frauen eher Tabu-Themen, während Männer diese Bereiche eher tolerieren und untereinander besprechen.

 

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