Persönlichkeit entwickeln

Persönliche Ticks - Harmlose Neurose oder doch Zwangsstörung?

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Entstehung einer Zwangsstörung

Es gibt bisher noch kein eindeutiges und allgemein gültiges Modell für die Entstehung einer Zwangsstörung. Allerdings kann man davon ausgehen, dass zahlreiche Faktoren eine Rolle spielen. Beispiele dafür wären schwerwiegende Ereignisse in der Lebensgeschichte wie Tod eines nahestehenden Menschen, Missbrauch oder eine Scheidung. Auch Probleme im Umgang mit eigenen Gefühlen oder der Umwelt sind denkbar. Als neurobiologische Variable wird die Veränderung bestimmter Hirnareale genannt. Mögliche Einflussfaktoren sind als biologischer, sozialer aber auch psychologischer Art und es gibt auch Hinweise darauf, dass eine "Vererbung" einer Zwangsstörung möglich ist.

 

Behandlung einer Zwangsstörung

Zwangsstörungen gehören leider zu den am stärksten belastenden und am schwersten zu behandelnden psychischem Krankheitsbildern. Dennoch ist es wichtig, sich so früh wie möglich an einen Experten (Arzt, Psychotherapeuten) zu wenden. Denn es ist bekannt, dass eine lange unbehandelte Störung schwieriger zu therapieren ist als eine frühzeitig erkannte. Auch Verbände und Selbsthilfegruppen sind gute Ansprechpartner für wertvolle Tipps im Umgang mit der Zwangsstörung (Siehe dazu die Deutsche Gesellschaft für Zwangserkrankungen).

 

Fazit

Jeder von uns hat seine persönlichen Ticks und die Psychologin Sonnenmoser hat eine ganz einfache Antwort darauf, ab wann ein Zwang daraus resultiert: "Der wesentliche Unterschied ist die Beeinträchtigung."

Zusammengefasst bedeutet dies also, dass solange unser Tick unser Leben nicht einschränkt und wir unter ihm auch nicht leiden, ist alles im grünen Bereich.


Autor: Susanne Schneider (Impulsdialog)

Quellen:

http://www.netdoktor.at/krankheit/zwangsstoerung-7939

http://www.lifeline.de/krankheiten/Zwangsstoerungen-zwanghaftes-Verhalten-Grundlagen-id44254.html

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