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Persönlichkeitsstörung Teil 6: Histrionische Persönlichkeitsstörung

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Auf einen Blick:

1. Seite: Überblick Histrionische Persönlichkeitsstörung

2. Seite: Klassifikation

3. Seite: Formen, Häufigkeit und Therapie

4. Seite: Zusammenfassung

Seite 2 - Klassifikation

Klassifikation

Nach ICD-10 müssen mindestens vier der folgenden Eigenschaften oder Verhaltensweisen vorliegen, damit eine histrionische Persönlichkeitsstörung vorliegen kann:

 

  • dramatische Selbstdarstellung, theatralisches Auftreten oder übertriebener Ausdruck von Gefühlen
  • Suggestibilität: es besteht eine leichte Beeinflussbarkeit durch Andere oder durch Ereignisse (Umstände)
  • eine ständige Suche nach aufregenden Erlebnissen und Aktivitäten, in denen die betreffende Person im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht, liegt vor
  • die Personen verhalten sich unangemessen verführerisch oder legen viel Wert auf solch ein Erscheinungsbild
  • es gibt eine übermäßige Beschäftigung damit, äußerlich attraktiv zu erscheinen.

Charakteristiken, wie Egozentrik, Selbstbezogenheit, dauerndes Verlangen nach Anerkennung, fehlende Bezugnahme auf andere, leichte Verletzbarkeit der Gefühle und andauerndes manipulatives Verhalten ergänzen das klinische Bild. Diese Verhaltensweisen sind aber für die Diagnostik nicht erforderlich.

In der Klassifikation nach DSM-IV ist die histrionische Persönlichkeit charakterisiert durch ein tiefgreifendes Muster übermäßiger Emotionalität oder Streben nach Aufmerksamkeit. Der Beginn der Störung liegt im frühen Erwachsenenalter, und sie zeigt sich in verschiedenen Situationen. Mindestens fünf der folgenden Kriterien müssen erfüllt sein:

  • Die Person fühlt sich unwohl in Situationen, in denen sie nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht
  • Die Interaktion mit anderen Personen ist oft durch ein unangemessen sexuell-verführerisches oder provokantes Verhalten charakterisiert
  • Sie zeigt rasch wechselnde und oberflächliche Gefühlsausdrücke
  • Sie setzt regelmäßig ihre körperliche Erscheinung ein, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken
  • Sie hat einen übertrieben impressionistischen, wenig detaillierten Sprachstil
  • Sie zeigt Selbstdramatisierung, Theatralik und übertriebenen Gefühlsausdruck
  • Sie ist suggestibel, also leicht beeinflussbar durch andere Personen oder Umstände und fasst Beziehungen enger auf, als sie tatsächlich sind

 

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