Schlaf genießen

Gesunder Schlaf - Bedeutung, Wirkungsweise und wie wir ihn begünstigen

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Schlaf ist ein Zustand, in dem wir uns fast ein Drittel unseres Lebens befinden. Dennoch gibt es viele verschiedene Meinungen und Aussagen bezüglich dessen, was für gesunden Schlaf wichtig ist. In der Folge dieses Durcheinanders entstehen nicht selten Sorgen, Zweifel oder Ängste in Bezug auf Schlaf. Wir möchten mit Schlafmythen aufräumen und Hinweise geben, wie man gesund schläft und Schlafstörungen vermeidet.

In einer Studie mit 25.000 Probanden stellte man fest, dass 10% der Befragten unter Einschlaf- und 20% unter Durchschlafproblemen leiden. Ganze 30% gaben an, keinen erholsamen Schlaf zu haben. Das sind erschreckend große Zahlen, insbesondere unter der Berücksichtigung des hohen Stellenwertes, dem man Schlaf einräumen kann und sollte. Im folgenden Artikel klären wir Mythen rund um das Thema Schlaf: Wie lange soll man schlafen? Was bedeuten Tiefschlafphasen? Wann kann man von einem gesunden Schlafrythmus sprechen?

 

Was ist eigentlich Schlaf?

Dazu gleich die erste wichtige Frage: Wie lange sollte man für guten Schlaf schlummern? Hierzu der erste Mythos:

Man braucht genau 8 Stunden Schlaf. Die Wissenschaft fand schließlich heraus, dass das optimal ist.

Physiologisch gesehen benötigen wir zwischen 5 bis 10 Stunden Schlaf, um langfristig fit zu bleiben. Das klingt nun nach einer sehr allgemeinen Angabe und tatsächlich ist sie es auch, denn Schlaf ist sehr individuell. Das heißt, dass manch einer schon nach 5 Stunden sehr erholt ist, ein anderer benötigt aber 7 oder 9 Stunden täglichen Schlaf. Deshalb ist es von Bedeutung sein persönliches Schlafbedürfnis herauszufinden. Es bleibt aber zu beachten, dass Sie mindestens fünf Stunden täglich schlafen.

Der Durschnitt liegt bei 7-8 Stunden und daher kommt wohl auch der Irrglaube, man müsse selbst genauso viel schlafen, weil es „normal“ ist. Wir müssen aber nicht genau 8 Stunden Schlaf pro Nacht bekommen. Das ist wichtig, um ein wenig Druck von sich selbst zu nehmen und nicht zu sehr auf die reine Schlafdauer zu achten. Mit zunehmendem Alter verändert sich außerdem sowohl Schlafdauer als auch die Art des Schlafes.

 

Schlaftiefe

„Mein Arzt sagt, ich benötige mehr Tiefschlaf.“

Der Kernschlaf findet bereits in den ersten 2 Stunden statt, später werden andere Schlafstadien erreicht. Das bedeutet, physiologisch betrachtet findet in den ersten 2 Stunden die größte Erholung statt. Schlaf ist ein Prozess, der oft kleine, natürliche Unterbrechungen hat. Das nächtliche Aufwachen ist etwas total Normales und sollte nicht gleich als Problem angesehen werden. Diese kurzen Unterbrechungen werden üblicherweise kaum wahrgenommen.

Sie kommen dadurch zustande, dass wir uns drehen und unsere Schlafposition ändern. Der Körper wird bewegt, damit keine Druckstellen oder Verkrampfungen entstehen – für diese Bewegungen erfordert es eine bestimmte Aktivierung im Gehirn. Schlaf ist ein Prozess. Das Einschlafen stellt dabei einen Teil dieses Prozesses dar. Man schläft nicht einfach von einer Sekunde auf die andere, vielmehr kann das Einschlafen als ein Wechselspiel von Aktivierung und Abschaltung verschiedener Gehirnregionen angesehen werden. Eine normale Einschlafzeit beträgt daher < 30 Minuten.

 

 

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Ein Kommentar

Ein wirklich informativer Artikel! Vor allem der Abschnitt darüber, dass wir leichten Schlaf oft gar nicht als schlaf wahrnehmen, war sehr aufschlussreich für mich. Werde mal probieren, meinen Wecker von mir wegzudrehen und den Mittagsschlaf für abends aufzusparen .. Auch das Beispiel war gut erklärt. Die Tipps werden auf jeden Fall umgesetzt!
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JuliaS

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