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Was ist Entspannung?

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Entspannung ist in vielen Bereichen unseres Lebens nützlich. Jeder kennt auch die Begriffe und wendet im Alltag Entspannung an - ob bewusst oder unbewusst. Was genau ist jedoch Entspannung und wofür können wir es anwenden? Impulsdialog klärt auf. Lernen Sie mit Impulsdialog Ihren individuellen Umgang mit Stress kennen und kommen Sie mit unseren E-Learnings nach und nach zu einer entspannteren Grundhaltung und somit zu mehr Lebenszufriedenheit.

Was ist Entspannung?

Sich entspannen bedeutet physische und psychische Anspannung aufzulösen. Erst das Lösen von Muskelspannungen führt zur Entspannung des gesamten Organismus.
Eine Entspannung macht nämlich nicht müde oder träge – sie ist also kein passiver Zustand.
Im Gegenteil: Entspannung ist förderlich für Höchstleistungen. Egal ob nun für körperliche, konzentrative, kreative oder effektive Arbeit. Entspannung ist dabei ein Prozess, den man aktiv einleiten kann. Eine Entspannung tritt nicht unbedingt automatisch ein und ist, wie bereits erläutert, mehr als nur ein passives Pausieren. Sich entspannen bedeutet auch immer, von etwas loszulassen. Sei es gedanklich oder körperlich, denn beides bedingt sich. Wer sich viele Sorgen macht, ängstlich oder unzufrieden ist, ist meist auch muskulär angespannt. Eine Anspannung der Muskulatur steht immer im Zusammenhang mit innerer Unruhe, Stress oder Angst.

Ähnlich wie bei der Stressreaktion finden auch bei Entspannungsreaktionen viele körperliche und biochemische Prozesse statt. Bei einer muskulären Entspannung wird der Parasympathikus angeregt. Dieser Teil des Nervensystems ist unter anderem für regenerative Prozesse wie Blutdruck, Schlaf, Herzschlag, Atmung etc. verantwortlich. Während einer Entspannung sinken die Pulsfrequenz und der Blutdruck, der Atem wird ruhiger und regelmäßiger, der Organismus braucht weniger Sauerstoff und der Milchsäurespiegel, ein Nebenprodukt bei angstbedingter Muskelverspannung, fällt rasch ab.
Wichtig bei diesen Prozessen ist dabei das Wechselspiel zwischen Körper und Geist. Jede körperliche Entspannung hat zur Folge, dass auch die Seele zunehmend ruhiger und entspannter wird. Dies wird in der Psychotherapie genutzt, um die Emotionsregulation zu verbessern, d.h., dass der Umgang mit Gefühlen wie Angst, Wut oder auch Traurigkeit dadurch verbessert werden kann. Entspannung ist ein besonderer Zustand, den wir willentlich herbeiführen können. Nur still sitzen oder etwa fernsehen ist nicht genug, um diese vorteilhaften physiologischen Veränderungen herbeizuführen. Man benötigt eine Entspannungstechnik, die den Fluss der alltäglichen Gedanken unterbricht und die positiven Körperreaktionen erzeugt.

Entspannung kann und sollte man lernen. Sie entsteht aus dem Zustand innerer Ruhe. Entspannung kann man folglich nicht erzwingen, sondern nur erfühlen und erleben. Sie entsteht nicht nebenbei oder zufällig. Es ist eine aktive Methode, die erlernbar ist. Mithilfe dieser Technik können wir uns für eine Weile aus der Welt mitsamt ihren Problemen ausklinken und eine Auszeit nehmen. Dazu sollten wir versuchen, im Hier und Jetzt zu sein, uns also bewusst und hingebungsvoll dieser Tätigkeit zuwenden. Dies kann nicht erfolgen, wenn wir nebenbei beispielsweise den Abwasch machen oder unseren Tag planen – sprich nur halbherzig bei der Sache sind. Bei dem Weg zur Entspannung ist die innere Einstellung sehr wichtig.
Allerdings sollte auch, vor allem zu Beginn, auf äußere Voraussetzungen geachtet werden. Stille und frische Luft sowie eine angenehme Umgebung können sehr hilfreich sein, um sich darauf einzulassen.

Was bewirkt eine Entspannung?

Körperlich kommt es zur Abnahme der Spannung in den Muskeln (Muskeltonus wird reduziert), Verlangsamung des Pulsschlags, Senkung des Blutdrucks, Langsamere und gleichmäßigere Atemfrequenz, Abnahme des Sauerstoffverbrauchs und Abnahme des Milchsäurespiegels.
Auch auf der psychischen Ebene kommt es zur Veränderung: Mehr Gelassenheit, Geringeres Erregungs- und Anspannungsniveau, Minderung von Angstzuständen, Steigerung der Emotionsregulationsfähigkeit, Mentale Frische, Erhöhung der Konzentration und ausgeglichenere Stimmung


Foto: Steffen Walther

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Ein Kommentar

Danke für diesen informativen Artikel!

Ich definiere Entspannung gerne als "körperliches und geistiges Loslassen".

Für mich bedeutet das auch, dass man auf beiden Wegen - nämlich zum Einen über den Körper und zum Anderen über den Geist - Entspannung bewusst herbeiführen kann.

Im Text betont ihr ja auch die Verbindung von Körper und Geist. Leider wird diese oft nur in die eine Richtung genutzt: Körperliche Entspannungsübungen durchführen, um das Gedankenwirrwar im Kopf zu beheben.

Dies ist wahrscheinlich auch für "ungeübte Entspanner" recht sinnvoll, aber ich finde den umgekehrten Weg viel effektiver.

Wenn man mit der Entspannung im Kopf beginnt, da wo Stress und Anspannung ursprünglich entstehen, wirkt das meiner Meinung nach schneller und besser und die Anspannung kommt auch nicht so schnell wieder hoch. Außerdem ist es im Alltag viel leichter und öfter unterzubringen, als körperliche Entspannungsmethoden.

Wer sich für diesen Ansatz näher interessiert findet hier viele solcher "geistiger Entspannungsverfahren" und weitere Informationen:

http://www.vernuenftig-leben.de/entspannung/

Liebe Grüße

Norman
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Norman

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