Selbstbewusstsein stärken

Angst und Unsicherheit - Das Störungsbild der sozialen Phobie

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Auf einen Blick:

1. Seite: Überblick und Symptome

2. Seite: Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Seite 2 - Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Die Störung kann über einen langen Zeitraum anhalten. Zudem können sich weitere psychische Erkrankungen, wie eine Depression, ausprägen. Abhängigkeitserkrankungen sind ebenfalls häufig in Verbindung mit einer Sozialen Phobie aufzufinden. Über Alkohol, Beruhigungsmittel oder Drogen können Betroffene eine angenehme „Leichtigkeit“ im Kontakt mit anderen erschaffen und ihre Symptome überdecken oder verdrängen.

Ursachen

Aber wie kommt es, dass Menschen Angst haben sich unter anderen Menschen aufzuhalten? Im Grunde gibt es nicht die eine Ursache. Es ist es ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren, die zu einer Sozialen Phobie führen können. Dabei spielen biologische Faktoren (z.B. genetische Veranlagung), soziale Einflüsse (u.a. Lebensumstände) aber auch psychologische Faktoren (Denk- und Verhaltensmuster, Prägung durch Erziehung etc.) eine wichtige Rolle. Erfahrungen, die mit Ängsten gemacht wurden (eigene oder auch das Modelllernen beispielsweise anhand der Eltern), wirken sehr verstärkend, teils verfestigend. Durch ein Abschotten, Zurückziehen oder durch starkes Vermeidungsverhalten wird die Angst allerdings sehr manifestiert. Das was Betroffene zuerst als Erleichterung für den Alltag nutzen, führt meist dazu, dass sich die Erkrankung verfestigt und viele Einschränkungen kreiert.

Behandlungsmöglichkeiten

Was kann aber nun helfen? Es sollte zunächst ein/e Psychotherapeut/in aufgesucht werden und dort offen über das Thema gesprochen werden. Für die Behanldung einer Sozialen Phobie ist professionelle Hilfe nötig. Es gibt bei Angststörungen eine Vielzahl an unterschiedlichen Ansätzen und Methoden, die sich bereits bewährt haben. Sehr gute Effekte zeigt die kognitive Verhaltenstherapie (Psychotherapie). Das Klären von Ursachen, das Entwickeln von sozialen Kompetenzen und die Förderung des Selbstbildes stellen hierbei wichtige Schritte dar. Der Umgang mit der Angst soll erlernt und verbessert werden.
Es gibt auch die Möglichkeit, akute Angstzustände mit Medikamenten zu behandeln. Diese sollten aber nicht als generelle Lösung genommen werden, sondern nur in ausgewählten Momenten, in denen es besonders schlimm ist und kein therapeutisches Arbeiten möglich ist.
Weiterhin können Betroffene ihre Ängste in Selbsthilfegruppen üben zu überwinden. Dies hat den Vorteil, dass ein gemeinsamer Austausch stattfindet. Nicht nur über die Erfahrungen, die man gemacht hat, sondern auch über Wege damit umzugehen. Durch Reflexion und gegenseitige Beurteilung lernen Betroffene mit Kritik umzugehen und gleichzeitig können gemeinsam Wege gefunden werden, das Problem zu bewältigen.

Ob Psychotherapie oder die Hilfe in der Gruppe, Hilfe kann nur erfolgen, wenn man sich darauf einlässt und versucht eine Bewältigung zu finden. Was dabei unterstützen kann, ist individuell verschieden. Es gibt Anlaufstellen und Soforthilfe – es ist wichtig Hilfe anzunehmen.

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